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Die GESTALTTHERAPIE wurde von den Psychoanalytikern Fritz und Laura Perls sowie dem Schriftsteller und Sozialphilosophen Paul Goodman Ende der 1940er-Jahre begründet.

Der Begriff „Gestalt“ wurde der Gestaltpsychologie entnommen, die sich mit den Wahrnehmungsvorgängen befasste. Im Mittelpunkt der Gestalttherapie steht die Entwicklung und Steigerung Gestalttherpaiepraxis Köln kerstin Zabel von "awareness", des Gewahrseins. Gemeint ist eine entspannte, frei bewegliche Wahrnehmung dessen, was in den Vordergrund treten will.

"awareness" bedeutet also das Entdecken und volle Bewusstwerden der aktuellen Erfahrung im Gegensatz zur vorrangigen Betrachtung der frühen Kindheit in der Psychoanalyse. Hierdurch wird der Kontakt des Klienten zu sich selbst und seinem Lebensumfeld gestärkt. Die Art und Weise, wie der Klient den Kontakt zu seinem aktuellen inneren Erleben und seiner Umwelt unterbricht oder umgeht, gilt als wesentlicher Faktor beim Entstehen von Engpässen, Schwierigkeiten und Belastungen. Durch die Auflösung dieser Kontaktstörungen werden die Selbstheilungskräfte des Klienten (wieder) erweckt und neue Erfahrungen, Lebenseinstellungen und Handlungsmöglichkeiten gewonnen.

Heilung oder Veränderung geschehen nach dem Verständnis der Gestalttherapie paradox: Sie werden nicht geplant und definiert, sondern stellen sich ein, wenn der Klient sein „So-Sein“ erforscht und würdigt, ohne es zu bewerten oder verändern zu wollen. Lebensbeatung in Lebenskrisen Kerstin ZabelZu Reibungen führende Verhaltensweisen werden wertfrei als ursprünglich kreative und notwendige Anpassung an ehemals widrige Umstände verstanden und als solche genauer erforscht.

Wichtiges Element in diesem therapeutischen Prozess ist die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn: Gestalttherapie versteht sich als Dialogische Therapie und orientiert sich an den Grundsätzen der existenziellen Beziehungsphilosophie Martin Bubers, des jüdischen Religionsphilosophen. Martin Buber beschreibt eine Beziehung zwischen „Gleichwertigen“, die Wert schätzen, was zwischen Ihnen entsteht. Angestrebt wird eine „Heilung durch Begegnung“, in der beide Subjekt sind.

Die Therapeutin unterstützt den Klienten darin, „das, was ist“ aktiv zu erforschen und selber neue Wege aus dem Engpass zu entwickeln. Sie hält sich offen für das, was entsteht und bietet auch ihr eigenes inneres Erleben im Dialog dem Klienten an. So findet der Klient Unterstützung dabei, seine ganz eigene Antwort auf die Welt zu finden.